Niederlassung als Arzt: Welche Erfahrungen und Möglichkeiten gibt es?

In einem sind wir alle gleich:
Freiwillig haben wir das Krankenhaus mit der typischen Struktur, vermeintliche Sicherheit und hierarchische Ordnung verlassen.
Als Freiberufler/in gestalten wir in eigener Verantwortung unsere zukünftige Arbeitsumgebung.
Jetzt liegt es in unserer eigenen Hand, wo, wie, und mit wem wir unsere fachärztlichen Fähigkeiten den Patienten zur Verfügung stellen. Einzelarztpraxis, Berufsausübungsgemeinschaft, MVZ, eigenes oder gemeinschaftlich betriebenes Ambulanz OP-Zentrum oder gar eine Praxisklinik sind die Überbegriffe für unsere Gestaltungsmöglichkeiten als Niedergelassene.
Sie befinden sich auch auf diesem Weg? Wir möchten Sie gerne begleiten und unterstützen: mit dieser Homepage, unserer persönlichen Erreichbarkeit und unseren gemeinsamen Veranstaltungen.

Inhaltsverzeichnis

Sehen und hören Sie hier, was Frau Dr. Schick, seit vielen Jahren niedergelassene Phlebologin in München, Ihnen mitgeben will.

Da es neben den vielfältigen Ausprägungen doch eine gewisse Gleichförmigkeit im Vorgehen „aus der Klinik in die eigene Praxis“ gibt, bieten wir Ihnen hier Strategieempfehlungen bzw. Checklisten. So behalten Sie die wesentlichen Schritte im Auge und finden praxiserprobte Ansprechpartner.

Selbstverständlich können Sie bei Ihren Überlegungen auf kollegiale Unterstützung bauen.
Wir beleuchten mit Ihnen die Chancen und Risiken von:

  • Neugründung
  • Übernahme
  • Beteiligung/Kooperation

Praxis Neugründung: Wann ist dies der passende Weg in die Niederlassung?

In unterversorgten Gebieten oder wenn Sie ein besonderes Leistungsspektrum aufweisen (Zusatzbezeichnungen etc.) ; Vielleicht bietet Ihnen die Kommune auch Niederlassungsunterstützung an.

Praxisübernahme: Was gehört alles noch dazu?

In gesperrten Gebieten, einem interessanten Klientel oder ausgeprägter Vernetzung erhalten Sie einen Mehrwert. Sie übernehmen neben diesem Netzwerk auch kompetentes Personal und prozessorientierte Ausstattung. Die Investitionen sind im Gegensatz zur Erstausstattung bei einer Neugründung, die zeitgleich mit der Eröffnung stattfinden muss, sukzessive durchführbar und schonen auf diese Weise die Liquidität.
Ein leergeräumter Arbeitsmarkt bereitet Ihnen keine akuten Kopfschmerzen, da Sie in der Regel auf kompetente Mitarbeiter treffen. So sparen Sie Ressourcen, um am Markt gesehen und eingebunden zu werden.
Hier geht es zur Checkliste: Schritt für Schritt die Praxisübergabe

Zugelassene Praxisformen: Unterscheidung von Einzelpraxis (EP) – Gemeinschaftspraxis (GP) – Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) – medizinisches Versorgungszentrum (MVZ)

Die verbindlichen Definitionen für diese zugelassenen Gesellschaftsformen finden Sie hier bei der KBV (kassenärztliche Bundesvereinigung).

Die KV Baden-Württemberg bietet eine umfangreiche und übersichtliche Darstellung der Praxisformen mit ihren Vor- und Nachteilen hier.

Weitere Beteiligungen und Kooperation: Welche Unterschiede gibt es zwischen Ambulantes Operations-Zentrum (AOZ) – belegärztliche Tätigkeit – OP-Fremdnutzung – Teilzeit-Unternehmerin?

Zunehmend schließen sich Kollegen – auch verschiedener Fachrichtungen – zusammen, um Ressourcen effizient einzusetzen und Synergien zu nutzen.

Aber auch enge oder lose Kooperationen mit anderen Playern im Gesundheitswesen kennen Sie bereits. Welche sind möglich, was ist bei der Gestaltung zu berücksichtigen und was ist ausgeschlossen?
Erfolgreiches KOOPERIEREN erklärt Ihnen die KBV hier!

Wie weit darf die Zusammenarbeit gehen, welche Formen muss sie erfüllen? Welche Grundregeln und Rechtsvorschriften müssen berücksichtigt werden? Spätestens nach der Einführung des Anti Korruptionsgesetzes 2016 ist das ein wichtiges Thema für alle Leistungserbringer im Gesundheitswesen. Diese und weitere Fragen finden Sie in diesen von der KBV zusammengestellten Beiträgen.

Durch die Mitgliedschaft im BAO haben Sie die Möglichkeit, individuelle Beratung vor während und nach der Niederlassung mit uns kooperierenden spezialisierten Rechtsanwaltskanzleien zu diskutieren.
Ein erster Beratungstermin ist in der Mitgliedschaft enthalten.

Hospitation: Kollegiale Information und Unterstützung

Nichts ist spannender und überzeugender als das wirkliche Leben!
Daher bieten wir folgenden Zielgruppen die Möglichkeit, einige Stunden bis Tage den realen Praxisalltag zu erleben:

  • unentschlossenen Kolleginnen und Kollegen, die noch im Krankenhaus arbeiten und über die Gestaltung Ihrer Zukunft nachdenken
  • niederlassungswilligen Fachärzten,  die noch über die Gestaltung ihres Praxis Lebens nachdenken
  • bereits niedergelassenen Kollegen, die im besten Sinne des Peer Visit am kollegialen Austausch interessiert sind

Die gelisteten Praxisinhaber stellen sich und ihre Einrichtung für eine Hospitation aus den vorgenannten Gründen zur Verfügung.

Praxisbörse: Kollegialer gegenseitiger Nutzen

Schreiben Sie uns folgende Informationen:

  • Fachrichtung
  • Region/Ort
  • Gesellschaftsform/Kooperation
  • Übernahmezeit/-raum
  • Kontaktweg (Mail, Telefon, Adresse)
  • ggf. Sperrvermerk

an buero(at)bao.berlin und wir werden versuchen, einen Kontakt zu passenden Mitgliedern herzustellen unter Einhaltung von Diskretionsvermerken.

Praxisgründung: Schritt für Schritt zur eigenen Praxis und spielend in den Praxisraum

Wir unterstützen Sie bei der Gründung Ihrer Praxis.
Spielen Sie sich doch mit Praxisraum, dem Planspiel des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland (ZI), in die Möglichkeiten Ihrer Praxis Zukunft.

Unterstützend finden Sie hier auch eine Checkliste, die auf der Erfahrung unserer Mitglieder aus eigenen Fehlern und Erfolgen entstanden ist. Wie gehe ich vor, was benötige ich, was muss ich beachten?

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