Aktuelles

Inhaltsverzeichnis

Von interessanten Publikationen über Terminhinweise bis hin zu relevanten Meldungen von Bundesärztekammer, SpiFa und Co.: Der BAO informiert Sie regelmäßig über aktuelle Nachrichten aus der Berufspolitik.

Weitere Meldungen können Sie auch unter BAO-Nachrichten nachlesen.

Neueste Stellungnahmen und Meldungen

09.11.2021: Presseinformation: aktuelle Meldung der gematik zur Cyberattacke der medatixx GmbH

Berlin, 09.11.2021

Wichtige Informationen zur Cyberattacke der medatixx GmbH

Wie die medatixx GmbH auf ihrer Webseite erklärt, ist das Unternehmen Opfer eines Cyberangriffs geworden, bei dem wichtige Teile der internen IT Systeme verschlüsselt wurden. Die medatixx GmbH ist ein Anbieter von Praxissoftware für Ärzte und betreut in diesem Kontext viele Kunden. Auch wenn der Angriff gemäß medatixx nach aktuellem Stand gegen das Unternehmen medatixx und nicht gegen deren Kunden gerichtet war und bisher keine Kenntnisse über die Entwendung von Daten vorliegen, empfiehlt die medatixx GmbH ihren Kunden die Änderung aller Passwörter. Hierzu gehören insbesondere:

  • Passwörter der Praxissoftware
  • Passwörter zur Windows Anmeldung, Server und Firewalls
  • Passwörter des Konnektors

Anleitungen zum Ändern der Passwörter sowie weiterführende Informationen finden Sie bei der medatixx GmbH unter https://medatixx.de/thema/detail/wichtige-information-cyberattacke-auf-medatixx-gmbh-co-kg

Zum Schutz Ihrer Artpraxis und der damit verbundenen medizinischen Daten ihrer Patienten empfiehlt die gematik, die aktuellen Hinweise der medatixx GmbH zu beachten.

02.11.2021: Ärzteschaft fordert Aussetzen der Telematikinfrastruktur

Pressemitteilung vom 02.11.2021

Ärzteschaft fordert Aussetzen der Telematikinfrastruktur – FÄ-Chef Dietrich: „Einführung war dilettantisch und ist gefährlich“

Der Deutsche Ärztetag kritisiert scharf die Einführung der Telematikinfrastruktur (TI). Mit massivem Druck werde etwas ins Gesundheitswesen gepresst, das weder praktisch funtioniere noch sicher sei oder die Gesundheitsversorgung in Deutschland verbessere, monierten zahlreiche Ärztinnen und Ärzte am gestrigen ersten Sitzungstag des Deutschen Ärztetages. Wieland Dietrich, Vorsitzender der Freien Ärzteschaft (FÄ) und Delegierter, betont: „Praktikabilität, Sicherheit und Nutzen sind einfach nicht gegeben. Die Einführung der TI in ihrer aktuellen Ausgestaltung ist nicht nur dilettantisch, sondern auch gefährlich.“ Mit Nachdruck fordere die Ärzteschaft daher ein Moratorium, sagte Dietrich am Dienstag in Berlin.

Bereits am Montag hatte der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt, die künftige Bundesregierung aufgefordert, ein Moratorium für die TI zu verhängen. Aus der Ärzteschaft hagelte es Berichte über massive technische Probleme mit der TI in den Arztpraxen, die den Workflow behinderten und das Personal stark belasteten. Die Freie Ärzteschaft warnt seit Jahren genau vor solchen Entwicklungen, besonders im Hinblick auf Sicherheitsrisiken und unausgereifte Anwendungen wie elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, elektronisches Rezept und elektronische Patientenakte. „In einem schlecht gemachten System telematischer Vernetzung sind wir nicht mehr Herr der Lage – auch Kliniken und Praxen werden gehackt“, erläutert der FÄ-Chef. „Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt ausdrücklich auch im Gesundheitswesen vor Hacking, Erpressung und Datenmissbrauch.“

Die Ärzteschaft kritisiert besonders die mangelnden Tests der TI und ihrer Anwendungen. Sie seien überhaupt nicht marktreif, Arztpraxen, Kliniken und Patienten müssten nun als Versuchskaninchen bei der Einführung der TI herhalten. „Das ist unverantwortlich, denn es behindert und beschädigt die medizinische Versorgung“, betont Dietrich. „Die künftige Bundesregierung muss die Schraube, die der scheidende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn weit überdreht hat, wieder zurückdrehen und die telematischen Anwendungen erst einmal sorgfältig überprüfen und testen.“ Die Ärztinnen und Ärzte fordern zudem, dabei ärztlichen Sachverstand und die tatsächlichen Erfordernisse der Basis einzubeziehen. Der FÄ-Chef macht deutlich: „Wir sind diejenigen, die in Klinik und Praxis damit arbeiten sollen. Wer könnte besser wissen als wir, was für funktionierende Arbeitsabläufe erforderlich ist – dabei sind auch die ganz verschiedenen Bedarfe in den Einrichtungen des Gesundheitswesens zu berücksichtigen.“ Darüber hinaus hätten Ärzte eine Schweigepflicht und für die höchste Sicherheit der Patientendaten sei Sorge zu tragen.

Über die Freie Ärzteschaft e.V.

Die Freie Ärzteschaft e. V. (FÄ) ist ein Verband, der den Arztberuf als freien Beruf vertritt. Er wurde 2004 gegründet und zählt heute mehr als 2.000 Mitglieder: vorwiegend niedergelassene Haus- und Fachärzte sowie verschiedene Ärztenetze. Vorsitzender des Bundesverbandes ist Wieland Dietrich, Dermatologe in Essen. Ziel der FÄ ist eine unabhängige Medizin, bei der Patient und Arzt im Mittelpunkt stehen und die ärztliche Schweigepflicht gewahrt bleibt.

BAO Podiums-Diskussion am 12.09.2021 auf dem NARKA 2021

Unwetter-Hilfe für betroffene Kollegen

Liebe Kolleg*innen,
hier finden Sie Informationen aus unserem Netzwerk zu Ihrer Kenntnis und auch gerne zum Weiterleiten an betroffene Kollegen:
1)
Hilfe für Ärzte nach #Flut: Wer medizinische Sachspenden hat, bitte bei der @LaekRlp melden unter 06131/28822-25, Mobil 0170/4771471, E-Mail: engelmohr@laek-rlp.de
2)
Von: Deutsche Apotheker- und Ärztebank presse@apobank.de
Betreff: Flut-Katastrophe: apoBank-Stiftung spendet 250.000 Euro und verdoppelt weitere Spenden für den Wiederaufbau von Praxen und Apotheken
PRESSEMITTEILUNG – 21. JULI 2021
Flut-Katastrophe: apoBank-Stiftung spendet 250.000 Euro und verdoppelt weitere Spenden für den Wiederaufbau von Praxen und Apotheken
Die Überschwemmungen in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten hinterlassen Spuren auch in zahlreichen Praxen und Apotheken. Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) bietet sofortige und unbürokratische Hilfen zur Beseitigung der Schäden an.
Als finanzielle Ad hoc-Hilfe stellt die apoBank-Stiftung einen Betrag in Höhe von 250.000 Euro zur Verfügung. Gleichzeitig ruft die Bank zu weiteren Spenden an die Stiftung auf und verdoppelt jeden eingehenden Euro. Die Mittel fließen direkt Hilfswerken der Heilberufler zu, die entsprechend der Lage vor Ort den Geschädigten schnell und unkompliziert Unterstützung zukommen lassen können. Alle, die sich an der Spendenaktionen beteiligen möchten, finden hier die nötigen Informationen.
Schnelle Unterstützung in Höhe von 250 Mio. Euro und Hotline für Betroffene

Zusätzlich stellt die apoBank Kreditlinien in Höhe von 250 Mio. Euro bereit, um bei den betroffenen Kunden schnell und unbürokratisch Liquidität sicherzustellen. Darüber hinaus gibt sie ihren Kunden Orientierung und Beratung bei der Inanspruchnahme weiterer Programme für den Wiederaufbau der beschädigten Praxen und Apotheken. Dazu werden neben den eigenen Kreditlinien Angebote öffentlicher Förderinstitute genutzt, die über Hausbanken beantragt werden können. Die betroffenen Kunden können sich an ihre apoBank-Berater, die zuständigen Filialen in ihrer Region oder an die eigens dafür eingerichtete Hotline unter 0211/5998-3250 wenden.
Hilfe beim Wiederaufbau
Für all diejenigen, die die beschädigte Einrichtung oder Gerätschaften in den Praxen und Apotheken reparieren oder ersetzen müssen, bietet die Vermittlungsplattform univiva der apoBank-Tochtergesellschaft naontek schnelle Hilfe bei der Suche nach entsprechenden Anbietern. Dazu genügt eine Erstanfrage über ein Sonderformular auf der Website. Daraufhin erfolgt ein Rückruf durch einen univiva-Berater, der den konkreten Bedarf entgegennimmt, passende Anbieter empfiehlt und den Kontakt herstellt.
„Die Auswirkungen der Hochwasser-Katastrohe haben mich und meine Kolleginnen und Kollegen sehr betroffen gemacht. Als Bank der Gesundheit ist es uns ein besonderes Anliegen, den Betroffenen zu helfen und die medizinische Versorgung in den Katastrophengebieten sicherzustellen sowie die Arbeitsfähigkeit in den Praxen und Apotheken möglichst schnell wiederherzustellen“, sagt Ulrich Sommer, Vorsitzender des Vorstands der apoBank. „Mit unserer Spende und den Angeboten möchten wir daher jenen zur Seite stehen, die aktuell mit den Folgen der Flut-Katastrophe zu kämpfen haben oder vor Ort wertvolle Hilfe leisten.“

19. Juli 2021: Ambulantes Operieren besser vergüten statt wieder budgetieren!

Pressemitteilung des Bundesverbands Ambulantes Operieren (BAO) vom 19. Juli 2021
Ambulantes Operieren besser vergüten statt wieder budgetieren!
Der Bundesverband Ambulantes Operieren (BAO) kritisiert aktuelle Forderungen der AOK, wonach wieder mehr ambulante Leistungen in den budgetierten Teil der Gesamtvergütung zurückgeführt werden sollen. Dies würde vor allem das Ambulante Operieren treffen – ein Leistungsbereich, der aktuell trotz extrabudgetärer Vergütung von einer leistungsgerechten Bezahlung und Förderung weit entfernt ist.
Berlin, 19. Juli 2021. ‚Ambulant vor stationär‘ lautet seit vielen Jahren ein zentrales gesundheitspolitisches Postulat. Insbesondere bei operativen Leistungen gibt es in Deutschland noch großen Nachholbedarf: Im internationalen Vergleich werden deutlich weniger Operationen ambulant durchgeführt, obwohl Ambulantes Operieren nachweislich sicher, besonders patientenfreundlich und für die Kostenträger auch kostengünstiger ist als ein entsprechender stationärer Eingriff. Ein wichtiger Grund, warum das Potenzial dieser innovativen Versorgungsform hierzulande nicht ausgeschöpft wird, ist die unzureichende Bezahlung ambulanter Operationen: Denn obwohl diese extrabudgetär vergütet werden, decken die Honorare nicht die tatsächlich entstehenden Kosten in den ambulant operierenden Praxen und Einrichtungen.
Die AOK will künftig sogar diese viel zu niedrige Vergütung beschneiden. Denn in ihrem aktuellen Papier „Neue Nähe für ein gesünderes Deutschland“, in dem die AOK ihre Positionen zur Gesundheitspolitik nach der Bundestagswahl 2021 darstellt, fordert die Krankenkasse unter anderem, kurzfristig wieder mehr Leistungen in den budgetierten Teil der Gesamtvergütung zurückzuführen. „Wenn man einmal darüber nachdenkt, welche Leistungen überhaupt extrabudgetär vergütet werden, dann fällt einem natürlich gleich das Ambulante Operieren ein“, meint dazu BAO-Präsident Dr. Axel Neumann: „Das ist vor allem deshalb völlig unverständlich, da das IGES-Institut aktuell auf Veranlassung  des Gesetzgebers in einem Gutachten untersucht, um welche weiteren Leistungen sich der aktuelle Katalog ambulanter Operationen und stationsersetzender Eingriffe erweitern ließe und welche neuen Rahmenbedingungen erforderlich sind, um die Fallzahl ambulanter Eingriffe in Klinik und Praxis endlich wirksam zu erhöhen. Der Gesetzgeber hat dieses Ziel ausdrücklich formuliert – die AOK konterkariert also unmittelbar den Willen des Bundesgesundheitsministeriums.“ Um das Ambulante Operieren, seine Versorgungsstruktur und seine Vergütung neu zu organisieren, müssen nicht nur aus Sicht des BAO wirklich alle Kosten erstattet werden, die für eine sichere Durchführung des Eingriffs erforderlich sind – vordringlich für Hygienemaßnahmen und stark gestiegene IT-Investitionen.
Davon abgesehen wertet der BAO – ebenso wie andere Berufsverbände und die ärztliche Selbstverwaltung – auch die Forderung der AOK nach mehr Abrechnungs- und Wirtschaftlichkeitsprüfungen im ambulanten Sektor als inakzeptablen Affront gegen die niedergelassenen Vertragsärztinnen und -ärzte. „Mit dem Ruf nach stärkerer Budgetierung und einer neuen Regresswelle vergrault die AOK den ärztlichen Nachwuchs, um den wir seit Jahren in Praxen und in Krankenhäusern so intensiv werben – die Kasse behindert damit bewusst die angestrebte Ambulantisierung der medizinischen Leistungen“, kritisierte der BAO-Präsident.
Der BAO vertritt mit den assoziierten Verbänden der Zukunftsgruppe Ambulantes Operieren 2022 zirka 3.000 Fachärztinnen und Fachärzte.
Kontakt: BAO-Geschäftsstelle
Joachim-Karnatz-Allee 7
10557 Berlin
030 31958413
buero@bao.berlin
auch www.operieren.de 

16.Juli 2021 Krankenkassen planen massive Leistungskürzungen für gesetzlich Versicherte

ALLIANZ DEUTSCHER ÄRZTEVERBÄNDE
BERUFSVERBAND DEUTSCHER INTERNISTEN (BDI) * BUNDESVERBAND DER ÄRZTEGENOSSENSCHAFTEN * GEMEINSCHAFT FACHÄRZTLICHER BERUFSVERBÄNDE (GFB) * HARTMANNBUND – VERBAND DER ÄRZTE DEUTSCHLANDS * MEDI GENO DEUTSCHLAND * NAV- VIRCHOW-BUND; VERBAND DER NIEDERGELASSENEN ÄRZTE DEUTSCHLANDS *SPIFA – SPITZENVERBAND FACHÄRZTE DEUTSCHLANDS
Pressemitteilung
Krankenkassen planen massive Leistungskürzungen für gesetzlich Versicherte
Berlin, 16. Juli 2021 – Die Allianz Deutscher Ärzteverbände nimmt zu den Positionspapieren des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen und des AOK Bundesverbands Stellung und erteilt den geplanten Leistungskürzungen für Patienten eine Absage.
Mitten in der Hochphase des politischen Wettbewerbs mit Blick auf die Bundestagswahl 2021 haben sich sowohl der GKV-Spitzenverband als auch der AOK Bundesverband deutlich für die Einführung von Leistungskürzungen für Versicherte und Patienten ausgesprochen. Nichts Anderes ist es, wenn man fordert, die mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) begonnene Entbudgetierung ärztlicher Leistungen in der ambulanten Versorgung wieder zurückzunehmen. Die Einen sprechen davon, dass nur so die finanzielle Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu sichern sei, die Anderen schreiben provokant über ihre Forderung „Neue Nähe in der Versorgung“.
„Die Äußerungen der Krankenkassen müssen sich die Versicherten und Patienten auf der Zunge zergehen lassen. Bei der Zuweisung neuer Aufgaben an Ärztinnen und Ärzte sind die Krankenkassen immer vorn und lautstark dabei. Wenn es dann aber darum geht, auch für diese geforderten Leistungen zu bezahlen, wird geknausert, getrickst und nach Budgetierung gerufen. Man will Alles und jede Leistung haben, bezahlen jedoch nicht. Wenn die gesetzlichen Krankenkassen eine Ausgabenbegrenzung bei sich durch starre Budgets wollen, dann sollten sie ihren Versicherten auch selbst sagen, welche Leistungen sie für die Beitragszahler nicht mehr vorsehen werden. Es ist nicht die Aufgabe der Ärztinnen und Ärzte, dem konkret betroffenen Patienten den Sparwillen seiner gesetzlichen Krankenkasse zu erklären.“, so Dr. med. Dirk Heinrich, Sprecher der Allianz Deutscher Ärzteverbände und Vorstandsvorsitzender des Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) zu den Vorschlägen.
Heinrich weiter: „Zur Begründung für die Leistungskürzung durch Budgetierung werden Argumente angeführt, die einen nur den Kopf schütteln lassen. Unter anderem wird behauptet, dass die gesetzgeberischen Maßnahmen aus dem Jahr 2019 kaum Versorgungsverbesserungen erzielt hätten. Dabei trat das TSVG erst im Mai 2019 als Gesetz in Kraft, seit Januar 2020 befindet sich das deutsche Gesundheitswesen bekanntermaßen im Dauerstress der Corona-Pandemie. Es ist daher bemerkenswert, wie die gesetzlichen Krankenkassen bereits heute beurteilen können, dass es keine Versorgungsverbesserungen gegeben hat. Nach unserer Meinung ist dies billige Stimmungsmache zur Bundestagswahl aus den Pressebüros der Krankenkassen in Berlin-Mitte.“
Die in der Allianz Deutscher Ärzteverbände organisierten Verbände erklären, dass sie den Forderungen der Krankenkassen gemeinsam und entschieden entgegentreten werden. Finanzdefizite der gesetzlichen Krankenkassen durch unbezahlte Mehrarbeit von Ärztinnen und Ärzten sowie des Praxispersonals ausgleichen zu wollen, macht die Leistungsfeindlichkeit im Denken der gesetzlichen Krankenversicherung deutlich. Es ist und bleibt die klare Forderung der Ärzteschaft, dass alle Leistungen, die erbracht werden, von den gesetzlichen Kassen auch voll bezahlt werden müssen.
Allianz Deutscher Ärzteverbände
c/o Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa),
Robert-Koch-Platz 9, 10115 Berlin
Telefon: +49 (0)30 – 4000 9631
E-Mail: presse@spifa.de

Förderprogramm Digitalisierung bei KMU - auch Arztpraxen sind Klein- und mittelständische Unternehmen!

„Nachricht aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ( www.bmwi.de)
„Digital Jetzt“– Neue Förderung für die Digitalisierung des Mittelstands
Einleitung

Digitale Technologien und Know-how entscheiden in der heutigen Arbeits- und Wirtschaftswelt über die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Damit der Mittelstand die wirtschaftlichen Potenziale der Digitalisierung ausschöpfen kann, unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit dem Programm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“. Das Programm bietet finanzielle Zuschüsse und soll Firmen dazu anregen, mehr in digitale Technologien sowie in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu investieren.
Laufzeit der Förderung
Das Antragsstellungstool wurde am 7. September freigeschaltet. Der Antrag auf Förderung ist bis einschließlich 2023 zu stellen.“  https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/digital-jetzt.html

Förderprogramm Digitalprämie Berlin verlängert

Pressemitteilung vom 27.04.2021
· Antragstellungen bis zum 31.10.2021 möglich
· Bis zu 17.000 EUR Kostenzuschuss für Digitalisierungsvorhaben
· Soloselbstständige und Berliner KMU mit bis zu 249 Mitarbeiter:innen im Fokus
Die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe hat den Beantragungszeitraum für das Förderprogramm Digitalprämie Berlin bis 31. Oktober 2021 verlängert. Anträge auf eine Digitalisierungsförderung können somit weiterhin gestellt werden.

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop: „Viele Unternehmen sehen die aktuelle Pandemie auch als Chance, um ihre Geschäftsmodelle auf ein neues digitales Level zu heben. Mit unserer Digitalprämie unterstützen wir sie bei dieser Herausforderung, steigern ihre Wett­bewerbsfähigkeit und stärken somit die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Berlin.“

Das Förderangebot unterstützt Soloselbstständige sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit unbürokratischen Zuschüssen von bis zu 17.000 EUR bei ihrer Investition in digitale Technologien, die IT-Sicherheit oder digitale Transformationsprozesse.

Mit dem Förderprogramm Digitalprämie Berlin verstärkt der Berliner Senat für Wirtschaft, Energie und Betriebe seine Aktivitäten im Bereich der digitalen Transformation für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Soloselbstständige in der Hauptstadt. Die Förderung soll mit finanziellen Anreizen Digitalisierungsbestrebungen der Berliner Wirtschaft vorantreiben. Das neue Förderangebot wird von der IBB Business Team GmbH, eine 100%ige Tochter der Investitionsbank Berlin (IBB), umgesetzt.
Die Digitalprämie Berlin bezuschusst die erstmalige Anschaffung fortgeschrittener IT-Hardware und Software, um Arbeitsprozesse, Produktions- und Managementprozesse zu digitalisieren und die IT-Sicherheit zu verbessern. Zudem werden Beratungs- und Qualifizierungsmaßnahmen gefördert.

Berliner Soloselbstständige und KMU mit bis zu 10 Beschäftigten erhalten im Rahmen des Moduls Digitalprämie Basic eine Förderung von bis zu 7.000 EURKMU mit Betriebsstätte in Berlin und mehr als 10 und bis zu 249 Beschäftigten erhalten im Rahmen des Moduls Digitalprämie Plus Zuschüsse von bis zu 17.000 EUR.

Alle Informationen finden Sie auf der Website www.ibb-business-team.de/digitalpraemie-berlin.

Politik

Koalitionsvertrag 2021-2025

Gern stellen wir Ihnen hier den Koalitionsvertrag 2021-2025 sowie Auszüge für den Bereich Gesundheitswesen zur Verfügung:

Ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung: Auszug Koalitionsvertrag 2021-2025_Ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung

Gesundheitsfinanzierung: Auszug Koalitionsvertrag 2021-2025_Gesundheitsfinanzierung

Den gesamten Koalitionsvertrag können Sie hier einsehen: Koalitionsvertrag_2021-2025

 

Gesundheitspolitischer Talk am 04.10.2021

Mitschnitt des gesundheitspolitischen Talks zum Thema „Zukunft der GKV“ am 04.10.2021 mit Dr. med. Köhler (SpiFa e.V.), Franz Knieps (BKK), Prof. Neubauer (IfG)

Sie können den Mitschnitt des SpiFa e.V. unter folgendem Link aufrufen:

https://www.spifa.de/gesundheitspolitischer-talk-2021-10-04/

 

Im Gespräch mit der SPD-Politikerin Dr. Machalet


Dr. A. Bartels, langjähriges Mitglied im BAO und jetzt auch stellv. Vorstand in der KV RLP, im Gespräch mit der SPD-Abgeordneten Dr. Tanja Machalet (Volkswirtin) und Kandidatin für den Bundestag.

Wir danken KV-TV für die Überlassung der Kurzversion. Die Langversion von einer knappen Stunden können Sie direkt auf der Seite der KV RLP ansehen.

Ambulant operiert im Krankenhaus - wem hilft es?

Unbestritten könnten manche der heute stationär durchgeführten Operationen durch neuere und bessere Operationsverfahren auch ambulant erfolgen, aber welche? Wo macht es Sinn, wo macht es keinen? Welche Auswirkungen auf das Gesundheitssystem hätte ein Mehr an ambulanten Operationen und was bedeutet das in der Versorgungspraxis?
Sehen Sie bei Youtube unter  https://www.youtube.com/watch?v=wBtNRPqVqlU&t=197s die Stellungnahme von Dr. Neumann in der Diskussionsrunde am 15.4.21 im Intuitive `75 Forum.

Zahlen-Daten-Fakten

Aktuelle Leistungsmengen im amb. OP durch uns und im Vergleich mit Krankenhäusern und im Vergleich mit Nachbarländern

Mindestens einmal im Jahr werden die Zahlen des ambulanten Operierens von unserem Verband in einem besonderen Zusammenhang beleuchtet.
Wo stehen wir 2020 und im europäischen Vergleich und was ist zu erwarten ?
Mit dem Klick aufs Bild starten Sie den Beitrag von Dr. Axel Neumann.
Laden Sie bitte den Vortrag als PDF in unserem Download-Bereich herunter.

Befragungsergebnis 2021: Interesse an ambulanten statt stationären Operationen

Von mehr als 2000 Befragten wird der Vorzug den ambulanten vor den stationären Operationen gegeben. Die Ergebnisse der ersten 9 Fragen können Sie dieser Auswertung entnehmen.
Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2140 Personen zwischen dem 09. und 12.04.2021 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

ambulante und sektorübergreifende Qualitätssicherung

Die niedergelassene Gefäßchirurgin Dr. Kerstin Schick berichtet aus ihrem Praxisalltag und über ihre Erfahrungen mit der Qualitätssicherung.
Nach über 10 Jahren sQS ist es Zeit für ein Resümee. Die grundsätzlich gute Idee hat sich verselbstständigt und ein hyperkomplexes System geschaffen. (24.4.2021)
Mit dem Klick aufs Bild starten Sie den Beitrag.

Qualitätssicherung Schmerztherapie

Der Unterausschuss QS-Schmerztherapie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) legt einen krankenhausorientierten Richtlinienentwurf vor, der von der Realität bei den ambulant operierenden Kollegen und den Anästhesist*innen seit Jahren in differenzierterer Form praktiziert wird. Dies lässt sich durch die Erhebungsergebnisse durch die BAO-Auswertung AQS1 Schmerzen postop_07_02_2021 Briefbegleit-Folien der bereits seit dem Jahr 2000 im Einsatz befindlichen AQS1-Fragebögen der Firma medicaltex darstellen. Hier handelt es sich auch um eine direkte Befragung der und Bewertung durch beteiligte Patient*innen!

Diesen anscheinend unbekannten Sachverhalt hat Dr. Axel Neumann in dem Schreiben an Unterausschuss QS Schmerz Dr Schlenker April 2021 mit beigelegten Auswertungen an alle Mitglieder des Unterausschusses bekannt gemacht. Erste Nachfragen nach weiteren Gesprächen sind inzwischen eingegangen und verabredet.

Aus der Berufspolitik

Hygienekosten

Hygienekosten-Kampagne - Aufruf Oktober 2021

Berlin, 22. Oktober 2021 –Blockadehaltung und Realitätsferne der gesetzlichen Krankenkassen – der SpiFa führt seine Kampagne zum Thema Hygiene fort. 

Die BAO-Mitglieder schließen sich an.

Mehr Informationen hier zum Download: Hygiene-Kosten Kampagne Aufruf Okt 2021-1

SpiFa spricht sich gegen entsprechende Vorlagepflichten von Patienten und/oder externen Personen aus

Den Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) haben in Folge der Beschlussfassung der Gesundheitsministerkonferenz vom 11. Oktober 2021 zum Thema „Testvorlagepflicht für Beschäftigte“ zahlreiche Rückfragen zum Umgang mit nicht geimpften, getesteten und genesenen Patienten/Personen in den Arztpraxen und Gesundheitseinrichtungen erreicht.

Der Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom 11. Oktober 2021 lautet im Wortlaut wie folgt:

„Testvorlagepflicht für Beschäftigte

Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder fassen folgenden Beschluss:Die rechtliche Grundlage für Testvorlagepflichten für Beschäftigte bildet § 28a Absatz 1 Nummer 2a Infektionsschutzgesetz (IfSG), in dem bestimmt ist, dass allgemeine Vorlagepflichten hinsichtlich eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises bei externen Personen wie auch bei Beschäftigten als Voraussetzung zum Zugang zu Betrieben, Einrichtungen oder sonstigen Angeboten mit direktem Kundenkontakt vorgesehen werden können. Auf dieser Rechtsgrundlage kann eine Testvorlagepflicht für die Beschäftigten mit direktem Kundenkontakt durch das Landesrecht erlassen werden.“

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) spricht sich gegen entsprechende Vorlagepflichten von Patienten und/oder externen Personen in Arztpraxen und Gesundheitseinrichtungen aus. Arztpraxen und Gesundheitseinrichtungen sind für die Versorgung von kranken Menschen die erste Anlaufstelle für eine Gesundheitsversorgung in Deutschland sowie pandemiebedingt derzeit auch für die Abklärung einer möglichen Infektion mit dem Corona-Virus. Die Versorgung von kranken Menschen erfolgt dabei unabhängig vom Status „geimpft, genesen oder getestet“.

Robert Schneider, M.A. | Komm. Hauptgeschäftsführer SpiFa e.V.

SpiFa ruft zum Widerstand von Ärzten und Patienten gegen die Verweigerungshaltung der Krankenkassen auf

Berlin, 19. Mai 2021 – Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) fordert die gesetzlichen Krankenkassen dringend auf, die Finanzierung von Hygienemaßnahmen nicht länger zu verweigern und ihre destruktive Verweigerungshaltung in der gemeinsamen Selbstverwaltung aufzugeben.

Die Kosten für eine qualitätsgesicherte und validierte Aufbereitung von medizinischen Geräten sind in den letzten Jahren erheblich angestiegen und können aus den von den gesetzlichen Krankenkassen für die damit zu erbringenden Leistungen am Patienten gezahlten Beträge nicht mehr gedeckt werden.

„Beispielsweise wird durch die gesetzlichen Krankenkassen für eine Lupenlaryngoskopie (Untersuchung des Kehlkopfes mittels Endoskop) ein Betrag von 8,23 EUR (74 EBM-Punkte) gezahlt. Die vorgeschriebene Desinfektion der zu nutzenden Gerätschaften kosten ein Vielfaches davon.“, rechnet Lars Lindemann, Hauptgeschäftsführer des SpiFa vor. „Die Kassen nutzen hier schamlos die selbstverständlich von den Ärztinnen und Ärzten ihrerseits erfüllten Verpflichtung zu notwendigen Hygienemaßnahmen aus und entziehen sich ihrerseits der ebenso selbstverständlich bestehenden Verpflichtung die dafür notwendigen Finanzierung zu übernehmen.“ so Lindemann weiter.
„Diese Verweigerung der gesetzlichen Krankenkassen erleben wir nun seit Jahren. Wir sind jedoch nicht mehr bereit hier still zu halten, sondern werden mit unseren Patienten über die Verweigerung der Kassen in unseren Praxen sprechen. Ja, wir werden auch die völlig destruktive Verhandlungsposition der Krankenkassen in der gemeinsamen Selbstverwaltung thematisieren und die Patienten auffordern, auf ihre jeweilige Kasse zuzugehen und sich eine Kostenübernahmeerklärung für die vor Benutzung notwendige hygienische Wiederaufarbeitung der medizinischen Geräte einzuholen. Ansonsten werden zum Beispiel endoskopische Untersuchungen generell in dem Umfang wie bisher nicht mehr erbracht werden können. Die Krankenkassen sollten dann auch das Kreuz haben, Ihren Versicherten zu erklären, warum sie allseits anerkannte Hygienestandards nicht bezahlen wollen, deren Erfüllung sie selbst einfordern.“ so Dr. med. Axel Schroeder, Vorstandsmitglied des SpiFa.

Erstattung der Hygienekosten fordert Dr. Deindl

Lesen Sie hier den Brief an Herrn Holetschek Klaus, Bay. Gesundheitsminister 17.1.21 für Gesundheit und Pflege zur
Erstattung der Hygienekosten in der ambulanten vertragsärztlichen Patientenversorgung
von Dr. Deindl, Nürnberg

§140a und Selektivverträge

Das Bundessozialgericht bestätigt, dass die Ausweitung ambulanter Operationen durch Selektivverträge zulässig ist.
Lesen Sie hier den Beitrag aus der Ärztezeitung

Finden Sie hier den Verhandlungsbericht  Bundessozialgericht Az.: B6A1/20R   27.01.2021

Auch in Gesetzgebungsverfahren rund um SGB V §140a ist der BAO unermüdlich, die Meinung der Mitglieder weiterzutragen z.B. mit der Stellungnahme des BAO eV zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege

auf folgenden Kongressen können Sie Ihre Kollegen aus dem BAO e.V persönlich treffen und sich ggf. an unserem Stand Informieren
NARKA 2021 10.-12.09.2021 in Berlin. Hier gehts zur offiziellen Seite des NARKA

Von hier aus gelangen Sie zur gemeinsamen Terminübersicht unserer Verbände

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